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KI

Google Pics: Neuer KI-Bildgenerator kommt ab 18. August 2026 in Google Workspace

Google Pics wird ab dem 18. August 2026 Hauptdienst in Google Workspace. Was der KI-Bildgenerator kann, wer ihn bekommt und wie du den Zugriff steuerst.

Google Pics in Google Workspace: 3D-Illustration mit Laptop und Smartphone, auf denen ein KI-Bildeditor eine Berglandschaft mit Sonnenuntergang bearbeitet, dazu Prompt-Leiste, Farbpalette und goldene KI-Akzente auf dunkelblauem Hintergrund

Google hat ein Produktupdate angekündigt, das für alle interessant ist, die mit Google Workspace arbeiten: Google Pics, eine neue KI-Anwendung zum Erstellen und Bearbeiten von Bildern, wird ab dem 18. August 2026 als Hauptdienst in berechtigte Workspace-Abos aufgenommen. Das heißt: Viele von euch bekommen das Tool automatisch dazu, ohne Zusatzkosten und ohne separate Anmeldung.

In diesem Beitrag fasse ich zusammen, was Google Pics kann, wer es bekommt, was der Status „Hauptdienst” bedeutet und was du als Admin oder Selbstständiger jetzt wissen solltest.

Was ist Google Pics?

Google Pics ist Googles neue App für KI-Bildgenerierung und präzise Bildbearbeitung. Sie nutzt die aktuellen KI-Modelle von Google (bekannt unter dem Codenamen Nano Banana) und deckt zwei Anwendungsfälle ab:

Bilder generieren: Du beschreibst per Text-Prompt, was du brauchst, wählst einen Stil und bekommst ein fertiges Bild. Ob Poster, Produktvisualisierung oder Illustration für den nächsten Blogbeitrag: Der Einstieg funktioniert wie bei anderen KI-Bildgeneratoren auch.

Bilder präzise bearbeiten: Das ist der spannendere Teil. Google nennt es „präzises Bearbeiten”: Du kannst einzelne Objekte im Bild verschieben, skalieren oder umwandeln, Text im Bild bearbeiten und sogar übersetzen, oder nur einen bestimmten Bildbereich aktualisieren. Also deutlich mehr Kontrolle als das übliche „Prompt rein, hoffen, dass es passt”.

Dazu kommt die Workspace-Integration: Bilder lassen sich direkt in Google Präsentationen einfügen und bearbeiten, Kreationen landen in Google Drive und sind damit im Team teilbar. Google kündigt an, Pics nach und nach in weitere Workspace-Oberflächen zu integrieren.

Ab wann und für welche Abos?

Der Rollout als Hauptdienst startet am 18. August 2026 für Organisationen mit diesen Abos:

  • Google Workspace Business Standard
  • Google Workspace Business Plus
  • Google Workspace Enterprise Standard
  • Google Workspace Enterprise Plus
  • Google Workspace AI Expanded Access
  • Google AI Pro for Education

Auf der Produktseite kündigt Google außerdem an, dass Pics in den kommenden Monaten allgemein für Workspace-Kunden ab Business Standard sowie für Abonnenten von Google AI Pro und Ultra verfügbar wird. Wenn du also Business Starter nutzt, bist du beim ersten Rollout noch nicht dabei.

Was bedeutet „Hauptdienst”?

Der Status als Hauptdienst (Core Service) ist mehr als ein Etikett, er hat drei praktische Konsequenzen:

  1. Vertragliche Abdeckung: Google Pics fällt unter deine bestehende Google Workspace-Vereinbarung. Es gelten dieselben Bedingungen wie für Gmail, Drive und Co., inklusive des Auftragsverarbeitungsvertrags.
  2. Technischer Support: Du bekommst für Pics denselben Support wie für die anderen Workspace-Dienste.
  3. Datenschutz: Die vorhandenen Workspace-Datenschutzmaßnahmen für Unternehmen werden laut Google automatisch auf die neuen KI-Funktionen angewendet.

Gerade der letzte Punkt ist für viele kleine Unternehmen relevant: KI-Bildtools von Drittanbietern bedeuten sonst schnell einen weiteren Anbieter in der Datenschutzerklärung, einen weiteren AVV und ein weiteres Abo in der Kostenaufstellung.

Nutzungslimits: großzügig bis Februar 2027, danach offen

Ein Detail aus der Ankündigung solltest du auf dem Zettel haben: Die generativen KI-Funktionen in Google Pics unterliegen Nutzungslimits. Mindestens bis zum 28. Februar 2027 gewährt Google erweiterten Zugriff auf diese Funktionen. Danach kann der Zugriff eingeschränkt werden. Google verspricht, über Änderungen vorab zu informieren.

Übersetzt heißt das: Die Konditionen der Einführungsphase sind nicht garantiert dauerhaft. Wenn du Bildgenerierung fest in deine Arbeitsabläufe einbaust, plane ein, dass sich die Limits ab März 2027 ändern können.

Für Admins: Zugriff erlauben oder abschalten

Google aktiviert Pics standardmäßig für alle berechtigten Nutzer. Du hast zwei Optionen:

Zugriff erlauben: Nichts tun. Ab dem 18. August 2026 wird Google Pics automatisch für deine Nutzer eingeführt.

Zugriff deaktivieren: Wenn dein Unternehmen den Dienst (noch) nicht nutzen soll, gehst du so vor:

  1. Öffne die Admin-Konsole (admin.google.com).
  2. Navigiere zu Apps > Google Workspace > Drive und Docs > Google Pics.
  3. Deaktiviere die Einstellung, wahlweise für die gesamte Organisation oder für bestimmte Organisationseinheiten und Gruppen.
  4. Klicke auf Speichern.

Mein Tipp: Triff diese Entscheidung bewusst vor dem 18. August, statt dich vom automatischen Rollout überraschen zu lassen. Gerade in Teams mit klaren Compliance-Vorgaben ist ein kurzer interner Check sinnvoll: Wer darf KI-generierte Bilder wofür einsetzen, und wie kennzeichnet ihr sie?

Vorab ausprobieren mit Workspace Experiments

Du willst nicht bis August warten? Über Workspace Experiments testet Google neue Apps und Funktionen mit einer kleinen Nutzergruppe, bevor sie für alle verfügbar sind. Dort kannst du dich registrieren und wirst benachrichtigt, sobald Pics für dich freigeschaltet wird.

Meine Einordnung für KMU und Selbstständige

Für kleine Unternehmen ist die Ankündigung aus zwei Gründen interessant:

Ein Tool weniger im Abo-Zoo. Viele zahlen aktuell separat für Canva Pro, Midjourney oder andere Bildtools, nur um gelegentlich ein Social-Media-Bild oder eine Grafik für ein Angebot zu erstellen. Wenn Pics hält, was die Produktseite verspricht, deckt das Workspace-Abo diesen Bedarf künftig mit ab.

Direkt dort, wo gearbeitet wird. Die Integration in Präsentationen und Drive bedeutet: kein Export-Import-Pingpong zwischen Tools. Bild generieren, in die Präsentation einfügen, fertig. Genau solche kleinen Reibungsverluste summieren sich im Alltag.

Abwarten würde ich bei der Frage, wie großzügig die Nutzungslimits nach Februar 2027 ausfallen. Wer heute schon intensiv mit KI-Bildern arbeitet, sollte sein Spezial-Tool deshalb nicht sofort kündigen, sondern Pics erst einmal parallel testen.

Du nutzt Google Workspace noch gar nicht?

Dann ist das vielleicht ein guter Anlass, sich die Suite anzuschauen: geschäftliche E-Mail unter eigener Domain, Kalender, Drive, Meet und jetzt eben auch KI-Bildgenerierung, alles in einem Paket. Einen Überblick findest du in meinem Beitrag Was ist Google Workspace?

Wenn du beim Einstieg oder beim Umzug von einem anderen Mail-System Unterstützung brauchst, übernehme ich das komplette Setup inklusive Domain-Anbindung und Mail-Migration.

Google Workspace Setup & Migration Frag mich einfach


Stand: Juli 2026. Die Angaben basieren auf der offiziellen Ankündigung von Google an Workspace-Administratoren sowie der Produktseite von Google Pics. Termine und Konditionen können sich bis zum Rollout ändern.

Häufig gestellte Fragen

Die wichtigsten Fragen zum Start von Google Pics in Google Workspace.

Was ist Google Pics?
Google Pics ist eine neue KI-Anwendung von Google zum Erstellen und Bearbeiten von Bildern. Sie basiert auf Googles aktuellen KI-Modellen (Stichwort Nano Banana), generiert Bilder aus Text-Prompts in beliebigen Stilen und erlaubt präzise Nachbearbeitung: Objekte verschieben, Größen anpassen, Text im Bild bearbeiten oder übersetzen und einzelne Bildbereiche gezielt verändern.
Wer bekommt Google Pics automatisch?
Ab dem 18. August 2026 wird Google Pics für Nutzer mit diesen Workspace-Abos eingeführt: Business Standard, Business Plus, Enterprise Standard, Enterprise Plus, Google Workspace AI Expanded Access und Google AI Pro for Education. Laut Produktseite folgt die allgemeine Verfügbarkeit für weitere Kundengruppen, etwa Abonnenten von Google AI Pro und Ultra.
Muss ich als Workspace-Admin etwas tun?
Nein, wenn deine Nutzer Google Pics bekommen sollen: Google aktiviert den Zugriff standardmäßig, die Einführung startet automatisch am 18. August 2026. Nur wenn du den Dienst nicht möchtest, musst du ihn vorher in der Admin-Konsole deaktivieren.
Wie deaktiviere ich Google Pics für meine Organisation?
In der Admin-Konsole unter Apps, dann Google Workspace, dann Drive und Docs findest du den Eintrag Google Pics. Dort kannst du den Dienst für die gesamte Organisation oder für einzelne Organisationseinheiten und Gruppen abschalten und die Einstellung speichern.
Gibt es Nutzungslimits für die KI-Funktionen?
Ja. Die generativen KI-Funktionen in Google Pics unterliegen Nutzungslimits. Mindestens bis zum 28. Februar 2027 gewährt Google erweiterten Zugriff auf diese Funktionen. Danach kann der Zugriff eingeschränkt werden, Google will aber vor jeder Änderung informieren.
Wie sieht es mit Datenschutz und Compliance aus?
Google Pics wird als Hauptdienst Teil deiner bestehenden Google Workspace-Vereinbarung. Die vorhandenen Workspace-Datenschutzmaßnahmen für Unternehmen gelten laut Google automatisch auch für die neuen KI-Funktionen. Unabhängig davon lohnt es sich, intern zu klären, welche Inhalte dein Team mit KI-Tools verarbeiten darf.
Kann ich Google Pics schon vorab testen?
Ja, über Workspace Experiments. Dort testet Google neue Apps und Funktionen mit einer kleinen Nutzergruppe, bevor sie allgemein verfügbar werden. Die Registrierung ist auf der Google-Workspace-Seite möglich.

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